Wir

EINE NAHT

VERBINDET

 

...und hält zusammen, was zusammen gehört

 

Wir stellen das Verbindende über das Trennende. Bei Stoff. Auch bei Menschen. Deswegen helfen wir TextilarbeiterInnen, sich selbst zu helfen.

Leben, Arbeit, Teilhabe durch Design, Schnitt und Naht.

Wir möchten gemeinsam neue Wege denken und gehen. Und gemeinsam dabei helfen, dass sich eine global denkende, verantwortungsvoll handelnde und regional produzierende Industrie wieder ansiedeln kann.

SEID BEREIT

DAS ENDE IST NAH*

 

Mehr Zerstörung geht nicht

Die Textil- und Bekleidungsindustrie arbeitet global und international aufgeteilt bei maximaler Ausbeutung von Mensch und Natur. Viele Jahrzehnte zogen die Karawanen der Webereien, Färberein und Nähfabriken durch die Billiglohnländer dieser Welt. Nach Einschätzung des deutschen Modeverbandes GermanFashion sind die Möglichkeiten der Globalisierung nun erschöpft. Das Preisnomadentum steht an seinem Ende. Billiger geht nicht mehr, noch mehr Natur kann nicht zerstört werden, Menschen können nicht mehr ausgebeutet werden. Mehr Jobs können nicht verlagert werden.

 

Das Leiberl der Ausbeutung

Die Grenzen der globalisierten Industrie sind erreicht. Kriege vertreiben Menschen. Die Standorte in Syrien und Afghanistan haben lange Jahre auch für Europas Textilindustrie gearbeitet. Viele Jobs sind aus Europa verlagert worden.

Dabei geht es nicht nur um die Produktio in Sweatshops. Vom Anbau der Baumwolle (Afghanistan, Pakistan) über die Produktion von Polyester-Garn (Damaskus, Aleppo) bis hin zum Nähen billiger Kleidung (Türkei, Indien, Bangladesch) - die Ausbeutung von Mensch und Natur beginnt im ersten Moment des Produktionsprozesses.

 

Zirka 30 Prozent der Menschen aus Syrien haben in der Textilindustrie gearbeitet.

Zirka 15 Prozent von ihnen sind SchneiderInnen auf Meisterniveau.

Zirka 18 Prozent der Menschen aus Afghanistan haben in der Textilindustrie gearbeitet. Zirka 7 Prozent von ihnen sind SchneiderInnen auf Meisterniveau.

Zirka 75 Prozent der Baumwolle die in Syrien, Afghanistan und der Türkei angebaut wurde und wird, dient der Finanzierung von Daesh.

Zirka 60 Prozent der TextilarbeiterInnen landeten auf ihrer Flucht in der Türkei.

In den "Sweatshops" der großen Lables arbeiteten sie als Nähsklavinnen und -sklaven. Ohne Bezahlung und ohne Versicherung. Nachdem 2014 die UN die Hilfe für die Camps um 40 Prozent gekürzt hat, blieb nur noch die Flucht nach Europa. Zirka 200.000 Textilarbeiterinnen und -arbeiter sind seit 2013 aus den Regionen Syriens oder Afghanistans nach Europa gekommen.

 

Dreckige, gefährliche Kleidung

Mehr als 90 Prozent unserer Kleidung stammen aus Vorderasien, Asien Pakistan und Indien. Ihre Produktion verursacht gewaltige Umweltschäden. Laut Greenpeace sind über zwei Drittel der chinesischen Flüsse und Seen als verschmutzt klassifiziert. Giftstoffe aus den Fabriken werden oft ungeklärt abgeleitet und tauchen später im Trinkwasser und Essen auf. In Tieren und Menschen sind diese Schadstoffe immer häufiger nachweisbar und schaden der Gesundheit. 

Führende Modemarken verwendeten bei der Produktion schädliche Chemie. Die umstrittenen Substanzen bedrohen nicht nur Umwelt und Menschen in den Fertigungsländern, sondern landen auch bei uns im Kleiderschrank.

 

*und es kann nur besser werden!

Das CutureLAB

 

 

Im CutureLab (Couture-Future-Labor) diskutieren wir, wie die Zukunft der Kleidungsindustrie aussehen sollte, wie Arbeit wieder mit ihrem angemessenen Wert bemessen und entlohnt werden kann, ohne dabei gute und gesunde Kleidung zu einem exklusiven Recht weniger Menschen zu machen.

Wir befassen uns mit dem Thema der Robotik und ihrem Einsatz in der Textilindustrie und welche Chancen sich für den heimischen Markt daraus ergeben könnten.

Wir befassen uns mit neuen Formen der Textilgewinnung wie beispielsweise Kleidungsstoff aus alten Plastikflaschen.

 

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